Wechselspannung

Matthias Gleiß und Christopher Jäger © VOLT Jung-Wolff

ZEHN JAHRE, SECHS GÄNGE, ZWEI CHEFS, ZWEI WINZER

Wir lieben Wortspiele und es wäre ein Leichtes zu schreiben „Jäger stellt Matthias auf’s Abstellgleis“. Aber, wir sind ja das eat! berlin Magazin und nicht die Zeitung mit den vier Buchstaben, denn das wären fake news. Im Rahmen des 10jährigen Restaurant Volt Jubiläums wechselt Matthias Gleiß komplett in die Geschäftsführung und gibt die operative Küchenleitung an seinen ehemaligen Souschef Christopher Jäger ab.

Welch perfekter Zeitpunkt für uns, einmal nach vorne und vor allem noch einmal zurück zu schauen. Das Restaurant Volt zählte all die Jahre mit seinen in der Spitze 17 Punkten im Gault&Millau zu einem der bestwerteten Restaurants Berlins. An diesem Abend werden Gleiß und Jäger zeigen, mit welchen signature dishes der Chef das schaffte und wie der ehemalige Souschef seine Handschrift einbringen wird – mit zweimal drei Gängen!

„Auf die feine Berliner Art“, so beschreibt Gleiß seinen Kochstil. Das Restaurant besticht durch eine prägnante Architektur und durch Gleiß‘ außergewöhnliche Kochkunst. Beim Gedanken an seinen geräucherten Spargel mit marinierter Sauerkleewurzel, gebratenem Lammbries mit Brunnenkresseöl, Haselnussöl und Zitronenverbene läuft uns heute noch das Wasser im Munde zusammen.

Wir sind aber mehr als zuversichtlich, dass Christopher Jäger die großen Fußstapfen gut ausfüllen wird. Er kochte schon mit großem Erfolg im Hilton und Kempinski in München, wechselte dann nach Berlin ins Adlon und war von 2010 bis 2013 Souschef im Restaurant Horváth. Danach wechselte er ins Volt, stand Matthias Gleiß vier Jahre lang als Stellvertreter zu Seite und kehrt jetzt für die Küchenchefstelle aus Oberjoch im Allgäu zurück.

Sie dürfen gespannt sein auf eine einzigartige Weinbegleitung von den VDP.Weingütern Glaser-Himmelstoß und Philipp Kuhn. Julia Glaser wird ihren Schwerpunkt auf die Weine des Jahrganges 2010 und 2011 legen. Nicht nur für das Volt waren dies spannende und entscheidende Jahre, auch für den deutschen Weinbau waren sie außergewöhnlich lebendig. Im Wetterverlauf hätten sie unterschiedlicher kaum sein können, im Ergebnis sind es zwei Jahrgänge, die man erkenntnisreich nebeneinander trinken kann.

Philipp Kuhn war bereits als 20-jähriger alleinverantwortlich für den Weinausbau und für die Weinberge im elterlichen Gut. Mit dem 1992er lieferte er seinen ersten Jahrgang ab. Jetzt, nach bereits 28 gemeisterten Jahrgängen, gilt er als alter Hase in der Branche und hat seinen Beitrag zum Gelingen des „kleinen Weinwunder Deutschlands“ beigesteuert.

Die Weinberge des VDP.Weingutes Glaser-Himmelstoß liegen im Herzen Mainfrankens und werden von der Familie in dritter Generation bewirtschaftet. Mit dem Jahrgang 2018 lag die ausführende Kellerarbeit hauptsächlich bei der jungen Julia Glaser. Fast alle Rebstöcke der Spitzenlagen in Nordheim, Dettelbach und Sommerach stehen auf Muschelkalk mit Auflagen aus Quarzit, was ihnen eine prickelnde Salzigkeit und Mineralität verleiht. Na, neugierig geworden?

 

  • Mi. 3.3.
  • 6-Gang-Menü mit Weinbegleitung
  • Restaurant Volt
  • Paul-Lincke-Ufer 21 | 10999 Berlin
  • Einlass: 18.30 | Beginn: 19.00 Uhr
  • 149,-

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