DER SAKE-SAMURAI

Pascal Kunert, René Frank und Richie Hawtin © Chris Abatzis

AROMENWUCHT IM CODA

Es gibt ja durchaus Dinge, die gibt es nur in Berlin. Ein Restaurant zum Beispiel, in dem Dessert serviert wird – in mehreren Gängen und mit großartigen Getränkebegleitungen. Oder einen Star-DJ, der einen Sake-Shop eröffnet. Aber immer eins nach dem anderen.

Beginnen wir mit René Frank, dem Küchenchef des mit zwei Sternen im Guide Michelin ausgezeichneten CODA Dessert Dining in Neukölln. Schon die Eröffnung des Restaurants 2016 sorgte für Aufsehen. Wer konnte sich schon vorstellen, wie ein komplettes Menü bestehend aus Desserts funktionieren soll? Doch es sprach sich schnell herum: René Frank fühlt sich keinesfalls nur in süßen und fruchtigen Aromen wohl, er reiht nicht einfach klassische Desserts aneinander. Vielmehr erfand er mit seinem einzigartigen Restaurantkonzept das Thema Dessert neu und erweiterte die geschmackliche Palette um überraschende, experimentelle Nuancen. Im Resultat bekommt der Gast stimmige Menüs, immer perfekt von, oft eigens kreierten, Getränken begleitet.

Und der DJ, der nun in Sake macht? Er heißt Richard „Richie“ Hawtin, ist ein echter Sake-Samurai (offizieller Titel vergeben von der Sake-Brewers-Association) und wird das Menü mit Sake begleiten. Wenn es beim Namen Hawtin klingelt, dann liegt das vermutlich daran, dass er als DJ und Techno-Produzent dieses Genre entscheidend mitgeprägt hat. Egal ob Raveline Magazin, Golden Gnome Awards, Klub Terapia: sie alle haben ihm Titel verliehen – Best Techno DJ, Best International DJ, Greatest DJ of all time … Anfang der 90er Jahre trat er in Japan auf und entdeckte dort Sake für sich. Er zählt also nicht nur zu den ganz Großen der Techno-Kultur, sondern ist schon seit vielen Jahren eingefleischter Premium-Sake-Liebhaber und Kenner. Neben dem begehrten Titel Sake-Samurai hat er auch das WSET-Diplom Level III. Er wird anwesend sein und Sie an seiner Leidenschaft teilhaben lassen.

Für alle, die bei Desserts sofort an den Klassiker der Weinbegleitungen denken, nämlich deutschen Riesling, gerne von Mosel, Saar oder Ruwer, haben wir weitere Gründe, einen der wenigen Plätze im schönen CODA zu belegen: Herausragende Rieslinge vom VDP.Weingut Forstmeister Geltz Zilliken aus Saarburg an der Saar. Zu den acht Gängen gibt es also nicht nur Sake, sondern auch Rieslinge dieses geschichtsträchtigen Familienbetriebs. Unter der Leitung von Dorothee Zilliken werden auf Süd-Steillagen ausschließlich Rieslinge zeitgemäß und qualitätsorientiert kultiviert.

So viele Premiumweine und Sake vom Feinsten verlangen nach einem exzellenten Sommelier – und den hat das CODA selbstverständlich! Mit Pascal Kunert fand René Frank einen Kenner und Könner: mehrere Jahre arbeitete er im Dreisternerestaurant La Vie, Osnabrück und im Zweisternehaus Reinstoff, Berlin, hatte dann Intermezzi im Schwein, der Cordobar und im Cell. Kunert weiß mit Geschmäckern und Aromen zu spielen, weiß, wie Pairings funktionieren.

Erwarten dürfen Sie also viel Außergewöhnliches an diesem Abend. Und wir legen noch einen (dr)auf: Wir machen zwei seatings. Zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals gibt es ein Late Night Dinner, das erst um 23 Uhr startet. Für den DJ und das CODA Team normal, für das eat! berlin Team absolut spannend. Wir ahnen schon, wo unser Festivalleiter den Abend ausklingen lassen wird …

 

  • Mo. 1.3.
  • 8-Gang-Dessert-Dinnermenü mit Riesling- und Sakebegleitung
  • CODA Dessert Dining
  • Friedelstraße 47 | 12047 Berlin
  • Eveningdinner:
    Einlass: 17.45 | Beginn: 18.00 Uhr
  • Late Night Dinner:
    Einlass: 22.45 | Beginn: 23.00 Uhr
  • 320,-

© Pia Negri

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